In unseren Lerngeschichten geht es darum, den Kindern Erzählungen über ihre Bildungsprozesse anzufertigen. Durch die entstandenen Geschichten konzentrieren wir uns nicht nur auf das Kind allein, sondern berücksichtigen auch die Umgebung des Kindes, die Beziehung zwischen dem Kind und seinem Umfeld sowie die Situationen, in denen Lernprozesse stattgefunden haben. 

Der Blick ist dabei auf den Lernprozess gerichtet und interessiert sich nicht so sehr, was die Kinder gelernt haben, sondern wie sie das getan haben. Ziel ist es, sich den Bildungs- und Lernprozessen der Kinder durch Beobachtung und Dokumentation zu nähern und das Lernen in angemessener Weise zu unterstützen. Im Mittelpunkt des Beobachtungsverfahrens stehen die von Margaret Carr entwickelten Lerndispositionen:




Die Fokussierung auf die Lerndispositionen innerhalb der Bildungs- und Lerngeschichten dient dazu, Stärken und Ressourcen des einzelnen Kindes darzustellen. Es geht darum, die Selbstwahrnehmung des Kindes als ein Mensch, der kompetent ist und etwas bewirken kann, positiv zu beeinflussen. 

Bildungs- und Lerngeschichten richten das Interesse auch auf das Umfeld und die Situationen, in denen das Entstehen der Lerndispositionen erleichtert wird, und darauf, wie diese gefestigt werden können.

Um uns in diesem Bereich besser zu üben, haben wir im Jahr 2015/2016 an einer Teamfortbildung zum Thema "Dokumentation un Erziehungspartnerschaft" teilgenommen. Diese Weiterbildung beinhaltete 6 eintägige Projektarbeitstreffen für die Leitung und die Beobachtungsbeauftragte und 5 Teamtage über einen Zeitraum von 15 Monaten.



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