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Kinder lieben es, ab und zu jemand anderes zu sein. Kleine Mädchen möchten gern einmal als Prinzessin durch das Schloss stolzieren und Jungs vielleicht als unerschrockene Ritter die Welt erobern. Kinder erleben durch das Rollenspiel aber nicht nur die Fantasiewelten, sondern spielen auch den Alltag nach. Rollenspiele machen nicht nur Spaß, sie ermöglichen den Kindern und aus auch mal einen ganz anderen Blick auf die Dinge. Außerdem sind sie auch ein wichtiges Thema für unterschiedliche soziale Fähigkeiten.


Rollenspiele beginnen ab dem Kleinkindalter und es gehört zum üblichen Spielverhalten. Kinder beginnen, im Spiel in fremde Rollen zu schlüpfen, wenn sie sich selbst als eigenständige Person wahrnehmen. Bereits in der Kinderkrippe ist das der Fall. Zu diesem Zeitpunkt sind die Spiele noch ganz einfach aufgebaut, denn es fällt den Kleinkindern aufgrund ihrer Sprachentwicklung dann noch schwer, genau mitzuteilen, was sie gern möchten. Auch fällt es ihnen nicht immer leicht, ein Spiel und ihre Rolle für eine gewisse Zeit durchzuhalten.

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Wächst das Kind, entwickeln sich mit ihm auch seine Rollenspiele. Im Kindergartenalter sind die Kleinen bereits in der Lage, die Spiele hinsichtlich Handlung und Ihrer Rolle zu planen. Außerdem können sie sich nun besser mit den Mitspielern verständigen. Besonders in dieser Zeit machen Rollenspiele einen großen Anteil am kindlichen Spiel aus. Mit zunehmenden Alter werden die Rollenspiele komplexer.


In unserem Rollenspielraum finden die Kinder die Bedingungen vor um in all diese Themenwelten zu schlüpfen. Wir passen und den Wünschen der Kinder an und verändern regelmäßig die Schwerpunkte des Raumes. Mal wandelt sich das Zimmer in ein Piratenschiff, mal in ein Märchenschloss. Auch aktuelle Themen bringen wir ein, wie zum Beispiel Baustelle, Polizei, Bank oder Post. Neben der Möglichkeit der Verwandlung und Verkleidung ist der Rollenspielraum auch ein Ort zum Kuscheln und Entspannen. 

Spielen bedeutet für Kinder gleichzeitig Lernen. Besonders Rollenspiele sind ein wichtiger Bestandteil der kindlichen Entwicklung. "In Rollenspielen erproben Kinder ihr Selbs auf vielfältigste Weise, zugleich erkunden sie die Eigenarten der Welt. Die Fantasie der Kleinen kennt keine Grenzen und mit Spaß gelingt es ihnen, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. Dabei stärken sie gleichzeitig ihre persönliche Kreativität und sozialen Fähigkeiten. Besonders viel Freude haben Kinder an gemeinsamer Spielzeit mit den Eltern und gerade Rollenspiele lassen sich zusammen gut umsetzen.



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Im Rollenspielraum beobachten wir oft, dass Kinder nachspielen, was sie beschäftigt. Bei der Wahl dieser Spiele greifen die Kinder oft Situationen auf, die sie gerade verstärkt beschäftigt. Dabei schlüpfen sie in die aus ihrer Sicht erstrebenswerteste Rolle oder in die, mit der sie sich momentan am Besten identifizieren können. Häufig werden Begebenheiten aus dem Alltag nachgespielt, wie beispielsweise Einkäufe oder Arztbesuche. Oder das Kind imitiert typische Situationen aus dem Familienleben, wie das Kochen und Einnehmen der Mahlzeiten oder die Veranstaltung einer Geburtstagsfeier. 

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